Freitag, Oktober 06, 2017

Rezension "Willkomen bei den Friedlaenders" Adrienne Friedlaender

Rezension aprikaner.de

Gleich von weg eine unbedingte Leseempfehlung von mir!

Willkommen bei den Friedlaenders wurde mir von Blanvalet und Randomhouse zur Verfügung gestellt.

Ich gebe zu der Klappentext und das Cover sprachen mich überhaupt nicht an, aber ich hatte schon anderweitig von Ihr gelesen. Gut das ich mich nicht habe abhalten lassen!

In kurzen Episoden erzählt Frau Friedlaender von Ihrem sieben monatigem Zusammenleben mit Moaaz, einem 22 jährigen Syrer.

Der Roman? Ist sehr mitreisend, emotional, ehrlich und auch lustig geschrieben, selbst wenn das Thema sehr ernst ist.

Den Einstieg macht die Autorin sehr leicht, sie schildert (wie es in einem Haushalt mit 4 Männern angebracht) ist mit Händen und Füßen, dass Männer bitte im sitzen pinkeln sollen.
Das erste Kichern und sie hatte mich schon gefangen. Die spontane Aufnahme von Moaaz war sehr rührend und damit konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Es liest sich trotz der Thematik leicht und gut.

Die Autorin lebt alleinerziehend mit 3 Söhnen in Hamburg und hat sich Moaaz sozusagen als vierten Sohn angenommen. Ich finde das sehr bewundernswert!
Sie schreibt wunderbar herzlich, wie sie da ohne große Planung rangegangen ist. Man hat das Gefühl man ist mittendrin im Familienleben.

Nebenbei versteht sie es sehr gut, den Lesern die andere, fremde Kultur näher zubringen.

Das Buch hat mich sehr berührt und zum nachdenken gebracht, ich musste viel schmunzeln und auch öfter mal eine Träne wegblinzeln.


Schaut es euch unbedingt einmal an!